17 neue Stationen auf dem Weg durchs Weinviertel
Zwischen dem Bahnhof Wien Süßenbrunn und der niederösterreichischen Station Bernhardsthal baut die ÖBB-Infrastruktur, auf 66 Kilometern, die Nordbahn aus. Das macht die Strecke, die an die tschechische Grenze führt, schneller und sicherer. Bahnkreuzungen werden aufgelassen und durch Unter- bzw. Überführungen ersetzt, die 17 Stationen barrierefrei umgestaltet und mit schienenfreien Zugängen zu den Bahnsteigen ausgestattet.
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„Mit einer modernisierten Nordbahn rücken wir mit unseren nördlichen Nachbarn enger zusammen.“
Gernot Scheuch Projektleiter Nordbahn
Mit bis zu 200 km/h nach Prag
Das Ziel ist, Österreich und Tschechien noch mehr zu verbinden. Von Wien in die südmährische Kleinstadt Breclav verkürzt sich die Fahrzeit auf rund eine dreiviertel Stunde; Prag wird um eine halbe Stunde früher erreicht werden können als jetzt – in dreidreiviertel Stunden. Von der ausgebauten Strecke profitiert ebenso der Güterverkehr.
Danzig und Bologna sind nicht weit
Der Ausbau der Baltisch-Adriatischen Achse zwischen Danzig und Bologna und somit auch der Ausbau der Nordbahn ist ein erklärtes Ziel der EU. 14 europäische Regionen haben 2009 eine Deklaration zur schnellen Umsetzung unterzeichnet, um damit den freien Waren- und Personenverkehr noch effizienter zu machen. Nach umfassender Planung und einer erfolgreichen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) konnten die Arbeiten für den Südabschnitt der Nordbahn 2022 starten.